Allgemein

Astrologische Beratungen

Weitere Angebote


Wie funktioniert Astrologie?

Dazu betrachtet man zunächst einmal die Zeit. Zeit hat eine Quantität, die das Fortschreiten der Zeit beschreibt und die man einfach messen kann mit einer Uhr. Es existiert aber auch eine Qualität der Zeit. In der Zeit-Qualität wird das eingefangen, wie - ganz platt ausgedrückt - momentan die Stimmung ist. Man weiß ja aus eigener Erfahrung, daß man sich nicht immer gleich fühlt, und daß auch manche Zeitpunkte einfach glücklich gewählt sind für ein bestimmtes Vorhaben (z.B. zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein) oder aber auch daß die "Zeit noch nicht reif ist" für dies oder jenes. Dank der Astrologie haben wir einen Mechanismus, die Zeitqualität zu berechnen. Das Ergebnis dieser Berechnung ist keine Zahl im mathematischen Sinne, sondern ein Horoskop, welches erst gedeutet werden muß (worin die eigentliche Kunst besteht). Das Horoskop ist eine Beschreibung der Zeitqualität für den Zeitpunkt, für den das Horoskop aufgestellt ist. Die Position der Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Neptun, Uranus, Pluto, und der Sonne und des Mondes im Zodiak (Tierkreis) spiegeln die Zeitqualität auf der Erde. Unser Sonnensystem ist astrologisch gesehen eine Uhr, die die Qualität der Zeit anzeigt, so wie eine normale Uhr die Quantität der Zeit anzeigt.

Man liest oft von der "inneren Frau" und dem "inneren Mann", die in Einklang miteinander zu bringen sind. Dabei wird auf zwei Urprinzipien (oder Archetypen), nämlich männlich - weiblich, yin - yang, aktiv - passiv, usw. zurück gegriffen. Alles, was es gibt, wird in dieser Polarität entweder dem männlichen oder dem weiblichen Prinzip zugeordnet.

So wie ich jedem Ding, Lebewesen, Gedanken, usw. seinen Yin-Yang Anteil zuordnen kann (beispielsweise kann man dem Magen einen großen Anteil an Yin-Energie bzw. weiblicher Energie zuordnen mit wenig Yang; und dem Herzen ordnet man viel Yang zu und wenig Yin), so kann ich diesen auch Anteile der zwölf Tierkreiszeichen-Prinzipien zuordnen (so wird der Magen dem Krebs zugeordnet und das Herz dem Löwen). Jeder Mensch, jedes Lebewesen, jedes Ding hat alle zwöf Prinzipien in sich. Die Prinzipien sind aber jeweils in unterschiedlicher Stärke vorhanden, meist überwiegen zwei oder drei Prinzipien die restlichen zehn oder neun. Das macht die Vielfalt des Lebens und der Dinge aus! Da ich zu der Zeit geboren wurde, als die Sonne im Tierkreiszeichen Wassermann stand, ist das Wassermann-Prinzip in mir auf der Seite der überwiegenden Prinzipien. Die anderen elf Prinzipien sind aber trotzdem auch in mir, nur eben nicht so stark. Auf der Seite der überwiegenden Prinzipien sind bei mir auch zu finden das Zwillinge- und das Steinbock-Prinzip. Die anderen Prinzipien spielen, im großen Maßstab über mein gesamtes Leben gesehen, eine nicht so große Rolle. Man kann, platt gesprochen, eine Hitliste aufstellen, wie stark die Prinzipien vertreten sind.

Was aber sind diese Prinzipien überhaupt? Das ist zunächst recht abstrakt, führt uns aber geradewegs zum senkrechten Denken. Die Prinzipien durchziehen unsere gesamte Erde, vom Phänomen zum handfesten Ding, von den Farben, Tönen, Lebensbereichen, Berufen, Metallen, Pflanzen, Tieren, Landschaften, Krankheiten, Ländern, bis hin zum Menschen, seinen Körper und seine Psyche, einfach alles. In der Astrologie arbeiten wir mit zwölf Tierkreiszeichen-Prinzipien oder -Archetypen: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann, und Fische; und mit zehn Planeten-Prinzipien oder -Archetypen: Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, und Pluto.

So wird z.B. eine karge Gebirgslandschaft dem Steinbock-Prinzip zugeordnet, das offene Meer eher dem Fische-Prinzip; die Farbe Rot dem Widder-Prinzip und die Farbe (und das Metall) Gold dem Löwe-Prinzip, und Schwarz dem Steinbock-Prinzip. Man sieht in diesen Beispielen, daß die karge Gebirgslandschaft und die schwarze Farbe auf einer Prinzipienkette liegen, auf der Kette des Steinbock-Prinzips. Am Beispiel dieses Steinbock-Prinzips soll das noch einmal deutlich gemacht werden. Auf dieser Kette des Steinbock-Prinzips liegen zum Beispiel:

Regeln, gesellschaftliche Ordnung, Bergziege (Steinbock!), Esel, Efeu, die Zeit an sich, das Alter, Blei, Knochen und Zähne, Integrität, Ausdauer, Geduld, Konzentration, Autorität, Starre, das Knie, Samstag, Onyx, Friedhof, Bergwerk, Tanne, Salz, Steine, Nüsse, Rabe, Lehrer, Marathonlauf, Geiz.
All dies liegt auf einer Prinzipien-Kette, derjenigen des Prinzips Steinbock. Von einer gewissen Warte aus gesehen sind all diese Dinge dasselbe: Der Ausdruck des Steinbock-Prinzips, nur in jeweils anderen Formen. Die Worte in der obigen Liste beschreiben sehr unterschiedliche Sachen - und wer kommt schon auf die Idee, daß ein Friedhof und Blei etwas gemeinsam haben - und dennoch haben sie alle etwas gemeinsam: sie sind alle Ausdruck des Steinbock-Prinzips. Ich will nicht verschweigen, daß sich auch die Astrologen und Esoteriker keineswegs in allem einig sind, was diese Zuordnungen betrifft; es kommt weiterhin auf den Blickwinkel an, unter dem man die Sachen betrachtet. Der Rabe z.B. ist ein Ausdruck des Steinbock-Prinzips innerhalb der Vogelwelt, vor allem wegen der schwarzen Farbe, und auch weges des Mythos, den dieser Vogel hat. Die Vögel im Allgemeinen sind aber Ausdruck des Wassermann-Prinzips. Auch ist nicht zu vergessen, daß jedes Ding alle zwölf Prinzipien in sich vereinigt. In der angeführten Steinbock-Kette sind Dinge genannt, bei denen dieses Prinzip überwiegt, jedoch nicht exklusiv vorhanden ist; denn das gibt es nicht. Überall sind alle zwölf Prinzipien vorhanden, bei den Zuordnungen kommt es auf die Gewichtung der einzelnen Prinzipien an. Solche Prinzipien-Ketten, wie sie am Beispiel des Steinbock-Prinzips oben entwickelt wurde, kann man für jedes der zwölf Tierkreiszeichen-Prinzipien aufstellen. Der Zodiak (Tierkreis) wird damit zur Bezugsebene der gesamten Erscheinungswelt.

Wir haben nun gesehen, daß sich die Archetypen/Urprinzipien auf jeder Ebene ausdrücken, sei es nun die Ebene des Pflanzenreichs, des Tierreichs, oder die Ebene des Charakters des Menschen. Um nun die Zeitqualität eines Augenblicks zu ermitteln, genügt es, sich eine dieser Ebenen anzuschauen, dann kann man Rückschlüsse auf die anderen Ebenen ziehen. Man könnte sich beispielsweise einen Zoo einrichten, in dem man zwölf unterschiedliche Tiere zusammen hält, ein jedes der Tiere ein Repräsentant eines der zwölf Prinzipien. So, wie sich diese Tiere zu einem bestimmten Zeitpunkt untereinander verhalten, so ist die Qualität der Zeit dieses Zeitpunkts. Diese Tierebene zu deuten ist allerdings äußerst kompliziert, außerdem ist sie sehr unpraktisch.

Deshalb bevorzugt man die Himmelsebene, also den Stand der Planeten zu dem Zeitpunkt, dessen Qualität man ermitteln möchte. Das hat mehrere große Vorteile: Man kann die Zeitqualität von vergangenen und zukünfigen Zeiten ermitteln, denn die Bahnen der Planeten um die Sonne gehorchen mathematischen Gesetzen. Für die Tierebene bräuchte man ein riesiges Archiv von Video-Aufzeichnungen des Zoos, um vergangene Zeitqualitäten zu ermitteln, und für Zeiten vor etwa 1960 wäre da auch schon Schluss. Voraussagen für die Zukunft wären ganz unmöglich. Ein weiterer Vorteil der Himmelsebene ist, dass es einfacher ist, sich die Daten der Planetenstände zu besorgen, als sich einen Zoo zu halten. Weiterhin kann die Deutung der Planetenstände auf eine jahrtausende alte Tradition zurückgehen mit dementsprechend großem Erfahrungsschatz. Das Beispiel mit dem Zoo sollte nur klar machen, daß man nicht unbedingt in den Himmel schauen muß, um Zeitqualitäten zu ermitteln, es ist halt der praktikabelste Weg.

In der Astrologie arbeitet man also mit einer Kombination aus zehn (Planeten) und zwölf (Tierkreiszeichen) Urprinzipien/Archetypen. Das erlaubt ein viel genaueres Bild, als die Unterteilung in nur zwei Prinzipien (Yin und Yang), wird aber recht kompliziert. Es geht hier also nicht nur um die "innere Frau" und den "inneren Mann", sondern um das "innere Firmament", die Archetypen in dem Menschen selber, fassbar und begreifbar gemacht durch die Tierkreiszeichen und Planeten. Jeder Mensch vereint alle 12 Tierkreiszeichen in sich, doch sind sie untereinander verknüpft und unterschiedlich stark ausgeprägt von Mensch zu Mensch.

"Im Menschen nämlich sind Sonne und Mond und alle Planeten, desgleichen auch alle Sterne..."

"Also sind auch dem Leibe die Sterne alle mit eingewoben und ebenso auch alle Erscheinungsformen von Gesundheit und Krankheit. Denn sie müssen alle im Leib vorhanden sein, damit das innere Firmament ganz sei und sich die Zahl der Teile erfülle."

"Du sollst den Menschen ansehen wie ein Stück Natur, das im ,Himmel` beschlossen liegt. Dieser zeigt ihn dir Stück für Stück; denn aus ihm ist der Mensch gemacht."

Paracelsus (!)
Die astrologischen Archetypen/Urprinzipien - symbolisiert durch Tierkreis, Häuser und Planeten - bilden das Energiefeld, in dem wir uns bewegen. Jeder Mensch hat seine eigene Mischung und Verknüpfung dieser Energieen und erhält so seine Potentiale und Aufgaben.


weiter zum 2. Teil...